4 Dinge, die Katzen nicht mögen – und was du besser vermeiden solltest
4 Dinge, die Katzen nicht mögen – und was du besser vermeiden solltest
Katzen gelten als selbstständig und unkompliziert, haben aber durchaus klare Vorlieben und Abneigungen. Manche Situationen, die für Menschen völlig normal wirken, können für eine Katze unangenehm oder sogar stressig sein.
Natürlich ist jede Katze individuell. Trotzdem gibt es einige Dinge, die viele Katzen nicht mögen. Dazu gehören fehlende Beschäftigung, eine unsaubere Katzentoilette, ungeeignetes oder verdorbenes Futter und unangenehme Erfahrungen bei der Medikamentengabe.
1. Katzen mögen keine Langeweile und zu wenig Aufmerksamkeit
Katzen sind zwar häufig selbstständiger als Hunde, aber das bedeutet nicht, dass sie keine Beschäftigung oder sozialen Kontakt brauchen. Viele Katzen genießen gemeinsame Spielzeiten, Aufmerksamkeit und eine abwechslungsreiche Umgebung.
Wird eine Katze über längere Zeit kaum beschäftigt, kann sie sich langweilen oder gestresst reagieren. Besonders Wohnungskatzen profitieren deshalb von regelmäßigen Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten.
So kannst du deine Katze beschäftigen
- mehrmals täglich kurze Spieleinheiten anbieten
- Spielzeug regelmäßig wechseln
- Kratzmöglichkeiten bereitstellen
- erhöhte Liegeplätze und Rückzugsmöglichkeiten schaffen
- Futterspiele oder einfache Suchspiele anbieten
Eine zweite Katze kann für manche Tiere eine gute Gesellschaft sein, ist aber nicht automatisch für jede Katze die richtige Lösung. Alter, Charakter, bisherige Erfahrungen und die Wohnsituation sollten dabei berücksichtigt werden.
2. Katzen mögen keine schmutzige Katzentoilette
Eine saubere Katzentoilette ist für das Wohlbefinden einer Katze besonders wichtig. Viele Katzen reagieren empfindlich auf stark verschmutzte Toiletten und suchen sich unter Umständen einen anderen Ort für ihr Geschäft.
Deshalb sollten Hinterlassenschaften regelmäßig entfernt werden. Wie häufig die komplette Reinigung und der Streuwechsel notwendig sind, hängt unter anderem von der verwendeten Streu, der Anzahl der Katzen und der Anzahl der Toiletten ab.
Darauf solltest du achten
- Hinterlassenschaften möglichst täglich entfernen
- die Katzentoilette regelmäßig gründlich reinigen
- einen ruhigen und gut erreichbaren Standort wählen
- bei mehreren Katzen ausreichend Toiletten bereitstellen
- stark parfümierte Produkte möglichst vermeiden
Wenn eine Katze plötzlich außerhalb der Katzentoilette uriniert oder Kot absetzt, sollte das nicht einfach als Unart abgetan werden. Neben Problemen mit der Toilette können auch gesundheitliche Ursachen oder Stress eine Rolle spielen. Bei anhaltenden Veränderungen ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll.
3. Katzen mögen kein verdorbenes oder ungeeignet gelagertes Futter
Katzen haben einen ausgeprägten Geruchssinn und können bei Futter durchaus wählerisch sein. Verdorbenes oder falsch gelagertes Futter sollte natürlich nicht verfüttert werden.
Besonders Nassfutter sollte nicht unnötig lange bei Raumtemperatur stehen. Geöffnete Lebensmittel sollten entsprechend den Angaben des Herstellers gelagert und zeitnah verwendet werden.
Futter richtig anbieten
- auf das Haltbarkeitsdatum achten
- geöffnetes Futter richtig lagern
- Futterreste nicht unnötig lange stehen lassen
- Futter- und Wassernäpfe regelmäßig reinigen
- die Futtermenge an Alter, Größe und Aktivität anpassen
Frisst eine Katze plötzlich deutlich weniger oder verweigert sie ihr Futter, sollte die Ursache beobachtet werden. Bei länger anhaltender Futterverweigerung oder weiteren Beschwerden sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden.
4. Katzen mögen unangenehme Medikamentengaben nicht
Medikamente einzunehmen gehört für viele Katzen nicht zu den angenehmsten Erfahrungen. Einige Katzen wehren sich gegen Tabletten oder Flüssigkeiten, insbesondere wenn sie bereits schlechte Erfahrungen damit gemacht haben.
Medikamente sollten grundsätzlich nur nach tierärztlicher Anweisung und in der empfohlenen Dosierung verabreicht werden. Manche Präparate dürfen nicht zusammen mit Futter gegeben oder geteilt werden. Deshalb sollte man vorher die Hinweise des Tierarztes oder der Packungsbeilage beachten.
So kann die Medikamentengabe stressärmer werden
- ruhig und ohne Hektik vorgehen
- die Katze nicht unnötig lange festhalten
- die vom Tierarzt empfohlene Verabreichungsmethode verwenden
- nach Möglichkeit mit einer positiven Belohnung arbeiten
- bei großen Schwierigkeiten den Tierarzt nach Alternativen fragen
Manche Medikamente gibt es beispielsweise als Flüssigkeit oder in anderen Darreichungsformen. Ob eine Alternative möglich ist, sollte immer mit dem Tierarzt besprochen werden.
Was mögen Katzen außerdem nicht?
Neben diesen vier Punkten reagieren viele Katzen empfindlich auf laute Geräusche, plötzliche Veränderungen, fehlende Rückzugsmöglichkeiten oder grobe Behandlung. Auch ständiges Hochheben oder Streicheln gegen den Willen der Katze kann Stress verursachen.
Wer die Körpersprache seiner Katze beobachtet, kann häufig früh erkennen, wann ihr eine Situation unangenehm wird. Angelegte Ohren, ein peitschender Schwanz, geduckte Körperhaltung oder ein plötzliches Zurückziehen können Hinweise auf Stress oder Unwohlsein sein.
Fazit: Katzen haben ihre eigenen Grenzen
Katzen sind individuelle Tiere mit unterschiedlichen Charakteren und Bedürfnissen. Was eine Katze liebt, kann eine andere Katze unangenehm finden. Deshalb lohnt es sich, das Verhalten des eigenen Tieres aufmerksam zu beobachten.
Eine saubere Katzentoilette, geeignetes Futter, ausreichend Beschäftigung, Rückzugsmöglichkeiten und ein ruhiger Umgang schaffen wichtige Voraussetzungen für ein entspanntes Zusammenleben.
Je besser du die Bedürfnisse deiner Katze verstehst, desto leichter kannst du Situationen vermeiden, die für sie unnötigen Stress bedeuten.
Keine Kommentare